
Eine Therapie, die über den Rand der Liege hinausgeht


Die zusammenhänge zwischen Schmerzen und Ernährung
Das Wichtigste vorab:
In den nachfolgenden Abschnitten werden die wichtigsten Punkte der Ernährung erklärt und auf die prägnantesten Punkte runtergebrochen. Über dieses Thema wurden viele Bücher und Kochbücher geschrieben, von daher war es nicht leicht sich auf unter 2000 Worte zu reduzieren und trotzdem die wichtigsten Inhalte kurz und prägnant rüber zu bringen.
Viel Spaß beim Lesen 😊
Arthrose und Übergewicht – mehr als nur Belastung
Menschen mit Übergewicht entwickeln statistisch häufiger Beschwerden an Knie- oder Hüftgelenken. Häufig wird dies ausschließlich mit einer höheren mechanischen Belastung erklärt. Der menschliche Körper ist jedoch deutlich komplexer und lässt sich selten auf nur einen einzelnen Einflussfaktor reduzieren.
Neben dem Körpergewicht spielen häufig auch Bewegungsmuster, Aktivitätsniveau, Muskelkraft, Regeneration, Stoffwechselprozesse und alltägliche Belastungen eine wichtige Rolle. Viele Betroffene bewegen sich aufgrund von Schmerzen oder Erschöpfung zunehmend vorsichtiger und vermeiden bestimmte Bewegungen. Dadurch verändern sich Haltung, Bewegungsabläufe und die Belastungsverteilung im Alltag oft schleichend über längere Zeiträume.
Wird der Körper nur noch eingeschränkt bewegt, fehlen Muskeln, Sehnen und dem umgebenden Bindegewebe wichtige Reize wie Zug, Dehnung und Bewegung. Beweglichkeit, Belastbarkeit und Koordination können darunter leiden.
Unser Ansatz betrachtet deshalb nicht nur einzelne Gelenke isoliert, sondern den gesamten funktionellen Zusammenhang des Körpers. Ziel ist es, Bewegungsmuster, Belastungsfaktoren und den individuellen Alltag besser zu verstehen und Therapie möglichst alltagsnah zu gestalten.
Bewegung als wichtiger Bestandteil der Gesundheit
„Use it or lose it“ – Bewegung als wichtiger Bestandteil der Gesundheit
Ein bekannter Satz lautet: „Use it or lose it.“ Gemeint ist damit, dass der Körper auf regelmäßige Bewegung angewiesen ist, um langfristig beweglich und belastbar zu bleiben. Werden bestimmte Bewegungen über längere Zeit gemieden, kann dies zu Einschränkungen in Beweglichkeit, Kraft und Koordination führen.
Schmerzen erfüllen dabei nicht nur eine belastende, sondern häufig auch eine schützende Funktion. Der Körper signalisiert, dass bestimmte Strukturen überlastet sind oder dass Bewegungs- und Belastungsmuster angepasst werden sollten. Dabei spielen viele Faktoren gleichzeitig eine Rolle – unter anderem Aktivität, Regeneration, Schlaf, Stress, Stoffwechsel und individuelle Belastungen im Alltag.
Unser Ansatz betrachtet deshalb nicht nur einzelne Symptome, sondern die Zusammenhänge dahinter. Ziel ist es, Bewegung wieder möglichst alltagsnah, kontrolliert und individuell angepasst in den Alltag zu integrieren. Dabei können gezielte Übungen, Beweglichkeitstraining und eine angepasste Belastungssteuerung helfen, den Körper langfristig zu unterstützen.
Auch Ernährung kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Stoffwechselprozesse, Entzündungsreaktionen, Regeneration und das allgemeine Energielevel werden durch viele alltägliche Faktoren beeinflusst. Deshalb betrachten wir Bewegung, Alltag und Ernährung nicht isoliert voneinander, sondern als Teil eines gemeinsamen Systems.
Entzündungen:
Auch Ernährung kann Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper nehmen. Besonders bei chronischen Beschwerden lohnt sich deshalb häufig ein genauer Blick auf Alltag, Ernährung und Regeneration.
Bestimmte Fettgewebe produzieren Botenstoffe, die mit entzündlichen Prozessen in Verbindung stehen können. Gleichzeitig beeinflusst die Zusammensetzung unserer Ernährung verschiedene Stoffwechsel- und Immunprozesse.
Einige tierische Lebensmittel enthalten größere Mengen an Arachidonsäure und Omega-6-Fettsäuren, aus denen der Körper unter anderem entzündungsfördernde Botenstoffe bilden kann. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Fettsäuren mit entzündungsregulierenden Eigenschaften, beispielsweise Omega-3-Fettsäuren.
Deshalb kann es sinnvoll sein, auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Fetten, ausreichend Bewegung und einer guten Regeneration zu achten. Pflanzliche Quellen wie Leinöl, Walnüsse oder Rapsöl können dabei eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Ernährung allein erklärt Beschwerden selten vollständig – sie kann jedoch ein wichtiger Baustein innerhalb eines ganzheitlichen Gesundheitsansatzes sein.
Diabetes
Typ-2-Diabetes entwickelt sich meist über viele Jahre hinweg. Bewegungsmangel, dauerhaft hohe Kalorienzufuhr, Schlafmangel, Stress und stark verarbeitete Lebensmittel können dabei eine Rolle spielen. Besonders zuckerreiche Getränke und hochverarbeitete Fertigprodukte stehen zunehmend im Fokus moderner Ernährungsforschung.
Früher galt Typ-2-Diabetes vor allem als Erkrankung im höheren Lebensalter. Heute zeigen jedoch zunehmend auch jüngere Menschen erste Stoffwechselauffälligkeiten.
Häufig treten verschiedene Risikofaktoren gemeinsam auf. Dazu zählen unter anderem Übergewicht, erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Diese Kombination wird auch als metabolisches Syndrom bezeichnet und kann langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.
Viele dieser Veränderungen entwickeln sich schleichend über Jahre hinweg. Müdigkeit, geringe Belastbarkeit, Schlafprobleme oder ein dauerhaftes Erschöpfungsgefühl werden im Alltag deshalb häufig zunächst unterschätzt.
Auch Bewegungsmangel und anhaltender Stress können den Körper zusätzlich belasten. Menschen bewegen sich häufig vorsichtiger, verspannen schneller oder verlieren nach und nach an Beweglichkeit und Belastbarkeit. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen, bei dem Beschwerden, Inaktivität und Erschöpfung sich gegenseitig verstärken.
Deshalb betrachten wir Ernährung, Bewegung, Regeneration und Alltag nicht isoliert voneinander. Ziel ist es, gesundheitliche Zusammenhänge verständlicher zu machen und gemeinsam realistische, langfristig umsetzbare Veränderungen zu entwickeln.
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Diäten
Diäten haben immer einen bitteren Beigeschmack. Bei den meisten geht es um Nahrungsverzicht: keine Kohlenhydrate, keine isolierten Fette, kein Zucker und generell eine Menge Einschränkungen beim Essen. So empfinden es zumindest viele Menschen. Zu große Entbehrungen für ein lang ersehntes Ziel, das wir nach kurzer Zeit wieder beiseiteschieben und vertagen.
Bei fast jeder Diät steht eine Gewichtsreduktion im Vordergrund. Diese soll sich am besten so schnell wie möglich auf der Waage bemerkbar machen.
Gewicht zu verlieren ist ein gutes Ziel, jedoch entscheidet der Weg dorthin, wie nachhaltig das Erreichte sein wird. Bei vielen Diätformen wie Low-Carb, oder Verzicht auf z.B. Zucker, Kohlenhydrate oder Eiweiße entsteht zwar ein anfänglich positiver Effekt und deutliche Gewichtabnahmen, jedoch steckt ein JoJo-Effekt dahinter und dauerhafter Verzicht stellt nicht die Lösung da. Unser Körper braucht trotzdem eine breite Palette an Nährstoffe. Es soll jetzt nicht animieren die Schachtel an Zuckerwürfel zu leeren, sondern die Art des Zuckers ist entscheidend. Der Gesunde Zucker, enthalten in Früchten (Fruchtzucker) ist ein gesunder Zucker. Deshalb ist der Verzicht auf Zucker fragwürdig und der damit indirekt verbotene Verzehr von gesunden Früchten kritisch. Die Dosis macht schließlich das Gift.
Wie man mit möglichst wenig Einschränkungen einen positiven Lebensstiel einschlagen kannst und was man dafür braucht, wird nun mit dem Thema Intervallfasten erklärt.
Im Gegensatz zu den üblichen Diäten, bei denen strenge Regeln eingehalten und auf viele Lebensmittel verzichtet werden muss, geht es beim Intervallfasten um einen langfristigen Lebensstil. Eine kurzfristige Gewichtsabnahme ist beim Fasten im Intervall nicht das Maß aller Dinge. Im Vordergrund stehen ein
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optimal funktionierender Stoffwechsel
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das persönliche Idealgewicht
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die Selbstreinigung des Körpers

Q&A
Muss ich mich in der Küche neu erfinden?
Berechtigte Frage, Innovation gibt es durch Vegane/Vegetarische Kochbücher oder in Blogs. Nach längerem gebrauch der Rezepte entwickelt sich ein Selbstverständnis über gesundes Kochen und die eigene Kreativität kommt von ganz alleine.
Kostet das ganze mehr?
Wenn man neben der Ernährungsumstellung auch auf BIO-Produkte umstellt, kostet es schon etwas mehr. Jedoch sollte es eine Überlegung wert sein, zumal BIO den Sekundären Pflanzennährstoffen eine Chance gibt. Bei Biologischem Anbau ohne schädliche Pestizide wie Glyphosat entwickeln Pflanzen diese Nährstoffe in deutlich besserer Qualität und Menge als bei mit Pestiziden behandelte Pflanzen aus konventioneller Landwirtschaft. Sekundäre Pflanzennährstoffe sind für die Pflanze ähnlich wie bei uns Menschen eine Art Immunsystem für die Pflanze. Durch den Einsatz von Pestiziden benötigt die Pflanzen kein eigenes Immunsystem und bildet somit leider kaum Sekundäre Pflanznährstoffe. Um jedoch wieder zur Kostenbeurteilung zurückzukommen, Die vorgeschlagene Umstellung auf Biologische Produkte und mehr selber zu kochen, ist auf lange Zeit gesehen immer noch günstiger als auf Fertiggerichte und Fastfood zu setzen.
Was sind sekundäre Pflanzennährstoffe und brauche ich diese?
Die sekundären Pflanzennährstoffe (Calcium, Magnesium und Schwefel) sind für den Menschen essenzielle Mineralstoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen, da der Körper sie nicht selbst produzieren kann. Diese Mineralstoffe spielen wichtige Rollen im menschlichen Körper:
1. Calcium: Ist entscheidend für die Bildung und Erhaltung von Knochen und Zähnen. Es spielt auch eine Rolle bei Muskelkontraktionen, Blutgerinnung und der Funktion von Nervenzellen.
2. Magnesium: Ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt, einschließlich Energieproduktion, Muskel- und Nervenfunktion sowie Proteinsynthese.
3. Schwefel: Ist ein Bestandteil von Aminosäuren, die für die Bildung von Proteinen unerlässlich sind. Schwefelverbindungen kommen auch in einigen Vitaminen und Coenzymen vor.
Faustregel hierbei, diese und weitere Gesunde Stoffe schwinden mit dem Grad der Weiterverarbeitung aller Lebensmittel. Zusätzlich steigt mit zunehmender Weiterverarbeitung die Konzentration an schädlichen Stoffen wie Mikroplastik & Konservierungsstoffe, bei gleichzeitiger Abnahme der Qualität und Nährwert der Nahrung.